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Meinungsumfrage zeigt: Deutsche Schulen unterdrücken die wichtige Zukunftskompetenz Kreativität.

Aktualisiert: 5. Jan.

Eine aktuelle Meinungsumfrage der Initiative Classroom Thinktank und PlayTheHype zeigt, dass der Großteil der jungen Deutschen zwischen 14 und 26 Jahren glauben, dass schulisches Lernen ihre eigene Kreativität unterdrückt. Die Umfrage unter fast 4500 Menschen deckt auf, welche Faktoren aus Sicht der GenZ dazu führen, wie ein Ausweg aussehen könnte und welche Rolle digitales Lernen spielt. Die Ergebnisse wurden anlässlich der LEARNTEC XChange, dem Onlineformat von Europa´s größter Veranstaltung für digitale Bildung vorgestellt.


Abb.: "The Stressed Vitruvia Man", Mandilakhe Konza, Klasse 11. Govan Mbeki Mathematics Development Centre der Nelson-Mandela-Universität.


76% Prozent der jungen Deutschen zwischen 14 und 26 Jahren geben an, dass Sie in der Schule nicht ihre eigenen Ideen beim Lernen mit einbringen können (oder konnten). 39% geben sogar an, dass Kreativität in ihrer Schule unterdrückt wird.

Dies ergab eine repräsentative Meinungsumfrage unter insgesamt 4424 Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Trendinstituts von PlayTheHype im Auftrag der Initiative Classroom Thinktank.


Die Umfrage zeigt, auch auf, welche Faktoren dazu führen könnten, dass schulisches Lernen nicht auf Ideen bringt. So geben 72% der Befragten an, dass das Schulsystem von Ihnen vor allem fordere, dass vorgegebene Lösungen geliefert werden. Immerhin 60% meinen, dass der Zwang, alles richtig zu machen zu einer Angst vor Fehlern führe. Im Ranking folgen: die fehlende Förderung des Lernens im Team (36%), die uninspirierenden Klassenzimmer in Schulen (28%) und der überladene Lehrplan, der keine Zeit für neue Ideen lasse (25%).


Abb.: Was die Generation Z über Kreativität in der Schule denkt

Quelle: PlayTheHype Research, Januar 2023, n= 4424 Proband*Innen im Alter von 14-26 Jahren, Umfrage im Auftrag der Initiative Classroom Thinktank


Schule ist in einer Lernkultur stehen geblieben, welche primär für die Vergangenheit entwickelt wurde.


„Wir lehren und lernen mit einem Bildungsansatz, welches das großartige Potenzial des Digitalen und Konzeptuellen Zeitalters nicht nutzen kann. Die Lernenden vertun die Chance in einer der wichtigsten Entwicklungsphasen ihres Lebens – in der Kindheit und der Jugend – die dem Menschen angeborene Neugier, Menschlichkeit und Kreativität zu nutzen, um das zu erlernen, was für ihre Zukunft wesentlich sein wird.“ meint Leonard Sommer, Initiator der Initiative Classroom Thinktank und Autor des Buches „Wenn Schule auf Ideen bringt“ (www.wenn-schule-auf-ideen-bringt.de).


„Wir hören immer mehr Stimmen in der GenZ, dass unsere Generation in der Schule, aber auch in der Universität die Jahre, die wir im Bildungssystem „eingeschlossen“ werden, nicht nutzen können, um die Fähigkeiten zu erlernen, die heute und morgen wirklich verlangt werden. Das macht mir als Unternehmer und auch als Mensch wirklich große Sorgen. Denn die auf die Menschheit zukommenden Probleme können nur mit Kreativität, Vorstellungskraft, Kollaboration und Mut nachhaltig gelöst werden. Es ist daher wirklich höchste Zeit für einen Wandel in unserer hiesigen Lernkultur.“, fordert auch Jakob Neise, Mitgründer der Kreativagentur PlayTheHype, deren Trendinstitut mit der Umfrage beauftragt wurde.


Wie könnte Schule Kreativität fördern?


Auch hierzu gibt die Studie Aufschluss und eröffnet eine erste Orientierung für die Verantwortlichen in der Politik. 72% der jungen Deutschen geben an, dass die Bereitstellung von mehr Zeit für kreatives Denken und kreative Projekte bereitgestellt werden sollte. 57% wünschen sich Unterstützung des Lernens im Team, um gemeinsam Probleme beim Lernen zu lösen. Es folgen die Einführung einer Lernkultur, die Fehler erlaubt, aus denen man lernen kann (54%) und die Fortbildung der Lehrkräfte, um alternative Lösungen zu erkennen und zu fördern (46%). Immerhin schon 38% der jungen Menschen schlagen den Einsatz von zeigemäßen Technologien wie Künstliche Intelligenz und Virtual Reality für mehr kreatives Lernen vor. 62% der Befragten Schüler*Innen und Student*Innen gaben zudem an, dass digitales Lernen das Potenzial habe, ihre Kreativität zu fördern.


Was kann Schule von der Kreativindustrie lernen?


Im Rahmen der Initiative Classroom Thinktank wurden mehr als 100 Kreative und Bildungs-Vordenker in 35 Ländern eingeladen, darüber nachzudenken, wie Kreativität in der Schule der Zukunft gefördert werden könnte. Um die gemeinsam entwickelten Ideen jedem zugänglich zu machen, der Kinder hat, oder sich mit schulischem Lernen beschäftigt, entschied sich der Unternehmer und Gründer der Initiative Classroom Thinktank Leonard Sommer, das Buch „Wenn Schule auf Ideen bringt – 100 Kreative denken Bildung neu“ über das Projekt zu veröffentlichen.

Neben dem Hamburger Jungunternehmer Jakob Neise, finden sich in diesem Buch auch die Ideen von Kreativgrößen wie Matt Goldman (Gründer der internationalen Entertainment-Gruppe „Blue Man Group“ und Michael Conrad (Kreativchef der Agentur Leo Burnett Chicago), aber auch Bildungs-Vordenker wie Uta Hauck-Thum (LMU München), Pamela Burnard (Cambridge Universität), Philippe Longchamps (Lehrer des Jahres in Schweden), der finnische STEAM-Forscher Kristóf Fenyvesi, der Frankfurter Bildungswissenschaftler Prof. Dr. Andres Dengel von der Goethe-Universität oder der Karlsruher Schulleiter Micha Pallesche.



„Wenn Schule auf Ideen bringt“ inspiriert mit zahlreichen normbrechenden Ideen und konkreten Praxis-Methoden. Diskutiert werden innovative Ansätze rund um Themen wie Organisations-Design, Lernkultur, Rolle der Lehrer und Eltern, innovative Lehrmethoden aber auch alternative Bewertungsmodelle. 10 zukunftsorientierte Schulen, die den Wandel schon vollzogen haben, werden persönlich von ihren Schulleitern vorgestellt.


Die 3. Ausgabe wird um +60 Seiten erweitert und liefert ein neues Kapitel mit dem Blick auf die Potenziale der Kreativitätsförderung in der Schule mit innovativen Technologien, wie Künstliche Intelligenz, Virtual oder Augmented Reality.


Die neue Ausgabe kann hier vorbestellt werden.

Pressekontakt:

Leonard Sommer

Initiative Classroom Thinktank

Gartenstraße 4

76133 Karlsruhe

Fon: +49 172 7355424


Content:


1. Key Visual des Artikels (bitte Bildnachweis angeben: Abb.: "The Stressed Vitruvia Man", Mandilakhe Konza, Klasse 11. Govan Mbeki Mathematics Development Centre der Nelson-Mandela-Universität.)


2. Grafik Studienergebnisse (Bitte Quellenangabe: Quelle: PlayTheHype, Januar 2023, n= 4424 Proband*Innen im Alter von 14-26 Jahren, Umfrage im Auftrag der Initiative Classroom Thinktank


3. Titelbild des Buches „Wenn Schule auf Ideen Bringt – 100 Kreative denken Bildung ne


4. Social Media Animation, Studienergebnisse 1: Umfrage_negativ.mp4


5. Social Media Animation Studienergebnisse 2: Umfrage_positiv_PR.mp4




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