top of page

Sommer + Sommer: Wie bringt man Kreativität ins Bildungsystem?

PRESSEARTIKEL: WERBEN & VERKAUFEN (Susanne Herrmann)


Wie bringt man Kreativität ins Bildungssystem? Diesem Thema hat sich die Stuttgarter Agentur Sommer + Sommer zwei Jahre lang intensiv gewidmet.

Die Studie "Wie kann die Kreativität in der Schule des 21. Jahrhunderts gefördert werden – wie kann die Kreativindustrie das Bildungssystem inspirieren?" endet mit einem Workshop in Cannes.


Für die Studie "Wie kann die Kreativität in der Schule des 21. Jahrhunderts gefördert werden – wie kann die Kreativindustrie das Bildungssystem inspirieren?" haben Leonard Sommer und die Berlin School of Creative Leadership mehr als 100 Kreative und Vordenker in 35 Ländern befragt. Das Ziel: Inspirationen für neue Rahmenbedingungen an Schulen im 21. Jahrhundert zu liefern. Dazu gehört das Projekt "Classroom Think Tank". Sommer: "Mit dem Projekt 'Classroom Think Tank' wollen wir interessante Inspirationen von Persönlichkeiten aus der Kreativwirtschaft sammeln und überprüfen, wie sie auch in der Schule zum Einsatz kommen könnten."


Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse sowie die gemeinsame Arbeit an konkreten Ideen für neue Methoden und deren Umsetzung an Schulen wird dann beim Cannes Werbefilmfestival stattfinden: Sommer + Sommer laden Kreative zum Workshop "Creative Thinktank". Der findet am 20. Juni in Cannes statt. Im Anschluss werden alle Ergebnisse online bei Sommer + Sommer veröffentlicht.


So viel sei aber schon einmal verraten: Es werden Ideen gesucht, die eine Lernumgebung fördern, in der Kreativität gedeihen kann; Wege, die angeborene Neugier aller Lernenden in Lerneifer umzusetzen und sie zum Entdecken einzuladen. Wie eine neue Lehrkultur und ein neues Lehrerbild dazu beitragen können, ist ebenfalls Gegenstand des Workshops.


Was ihn antreibt, sich des nicht unmittelbar mit der Werbebranche verbundenen Themas zu widmen, verrät Leonard Sommer gegenüber W&V Online: Die Neugier seiner Kinder auf Neues war ein Anlass. Sommer:"Unsere Schulen sind nicht darauf vorbereitet, die nächste Generation heranzubilden. Das kreative Potenzial jedes Einzelnen zu entwickeln wird immer wichtiger. Kreativität ist wesentlicher Wertschöpfungsfaktor innerhalb der neuen Wirtschaftsformen des Innovationszeitalters", sagt der Kreative. Leider aber sei innerhalb der starren Grenzen traditioneller Bildung "nur wenig Spielraum für normbrechendes Denken". Und das, wo die kommende Generation seiner Meinung nach "vor allem darauf vorbereitet werden muss, die unbekannten Probleme der Welt zu lösen – nicht die, die wir schon kennen. Schulen haben hier aus unserer Sicht Möglichkeiten, die sie aufgrund des antiquierten Systems nicht ausschöpfen können."


Das bestätigt die Befragung von Sommer+ Sommer: Zwei Drittel der Befragten halten die Schulformen ihrer Länder für nicht zukunftstauglich. 85 Prozent geben an, Kreativität werde im Bildungssystem unterdrückt oder spiele eine untergeordnete Rolle. Und das auf der Schwelle zu einer Ära, in der Wertschöpfung nicht mehr durch Produktion erzielt wird, sondern Kreativität die wichtigste menschliche Ressource sein wird. US-Autoren wie David Pink, Ken Robinson und Cathy Davison identifizieren daher - ebenso wie Sommer - kreatives Denken, Empathie und Teamwork als Schlüsselqualifikationen für morgen. Und die lernen die klugen Köpfe der Zukunft heute nicht an der Schule.


Der Workshop "Classroom Thinktank" findet am Freitag, den 20. Juni, um 11 und um 14 Uhr im Palais des Festivals et des Congrès de Cannes statt. Mehr Informationen sowie Anmeldungen zum Workshop laufen Online.

Leonard Sommer gründete gemeinsam mit seinem Bruder Gordon die Stuttgarter Agentur Sommer + Sommer. 2012/2013 machten die beiden mit ihrem Hirntest Furore: Nach Agenturangaben beschäftigten sich weltweit rund 55 Millionen Menschen mit dem Test Ratio vs. Kreativität (W&V berichtete). Leonard Sommer hat Kommunikationsdesign in Florenz studiert und hat einen Executive MBA in Creative Leadership der Berlin School of Creative Leadership.





0 Ansichten0 Kommentare
bottom of page